Tafeltrauben Problem

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Gärtner83
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Tafeltrauben Problem

#1

Beitrag von Gärtner83 » Mi 8. Jan 2020, 08:43

Hallo Zusammen,
heute habe ich mich nun endlich in diesem tollen Forum angemeldet.
Da ich ein Problem mit meinen Tafeltrauben habe und ich denke Ihr könnt mir mit Tipps zur Seite stehen.

Folgendes Ich habe vier Tafeltrauben und erziehe diese als Stickel Rebe soweit alles Prima, die ersten zwei vor zwei Jahren gepflanzt und dann noch zwei Stück letztes Jahr.
Nur bei den zwei älteren habe ich letztes Jahr viel zu spät gesehen das die Blätter und Trauben ich vermute mal mit Mehltau befallen sind. Die Trauben sind eingetrocknet .
Die zwei jüngeren Traubenpflanzen haben davon nichts abbekommen.

Auch das Holz der alten Traubenpflanzen sieht nicht so toll aus. Da ich diese Jahr sehr gerne wieder eine gute Traubenernte haben möchte würde ich gerne mal von euch wissen,
-wann würdet Ihr die Trauben zurückschneiden?
-Und was muss ich sonst noch tun? spritzen wollte ich eigentlich nichts in meinem BIO/ Bienengarten da ich bis jetzt auch immer alles so hinbekommen habe aber ich vermute mal das wird nichts oder?
Reicht es evtl. mit Milch und Backpulver zu spritzen und soll ich dies jetzt schon auf das Holz tun? da ich gelesen habe das die Pilze auf dem Holz überwintern?


Viele Grüße und ich bin gespannt auf eure Antworten

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Brunnenwasser
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Re: Tafeltrauben Problem

#2

Beitrag von Brunnenwasser » Mi 8. Jan 2020, 10:56

Hallo und willkommen im Forum.

Wenn es um den Schnitt geht, guckst du hier:
viewtopic.php?f=104&t=19182


Ansonsten ein Spritzmittel speziell gegen Mehltau:
500 gr. zerkleinerte frische Rhabarberblätter mit drei Liter kochendem Wasser überbrühen
Den Sud mehrere Stunden ziehen lassen.
Das so erzeugte Spritzmittel hilft dann vorbeugend gegen Mehltau am Wein.
Gruß Brunnenwasser

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Re: Tafeltrauben Problem

#3

Beitrag von Gärtner83 » Mi 8. Jan 2020, 12:39

mit dem Schnitt bei Stickelreben weiß ich schon bescheid:-)

Ich denke nicht das dass Biospritzmittel was mir am liebsten wäre reicht bei diesem extremen Befall letztes Jahr oder?
Da das Holz auch komisch aussieht und befallen ist/war oder die Pilze daran überwintern?
Aber sehr interessant das Spritzmittel mit Rhabarberblätte. :daumen:

Ich hab bis jetzt immer nur die Tomaten und Zucchini mit Backpulver gespritzt.

vielen Dak schonmal für die schnelle erste Hilfe/support :grinblum:

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Re: Tafeltrauben Problem

#4

Beitrag von Brunnenwasser » Mi 8. Jan 2020, 17:45

Auf der Seite mehltau.net gibt es einige Informationen rund um den Mehltau.
Hier ist auch ausführlich beschrieben, wie die verschiedenen Sorten überwintern und natürlich wird auch auf den Einsatz einiger Hausmittel hingewiesen.

Welche Traubensorten baust du eigentlich an?
Gruß Brunnenwasser

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Re: Tafeltrauben Problem

#5

Beitrag von 65375 » Do 9. Jan 2020, 11:50

Rebschnitt macht man im Winter bis kurz vor Neuaustrieb.

Gegen Pilzbefall hilft auch Schachtelhalmspritzbrühe.

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Re: Tafeltrauben Problem

#6

Beitrag von ihno » Do 9. Jan 2020, 12:30

Um es zu vereinfachen der Mehltau ist ein Pilz der zur Überwinterung Überwinterungssporen macht. Diese sind mit biologischen Spritzmitteln nicht angreifbar ( so ich weiß ).
Also erst wieder behandeln wenn es wärmer wird und der Pilz wächst.
Unterschiede gibt es auch noch zwischen einer Direkten Bekämpfung Milch , Molke , Backpulver die den Ph Wert beeinflussen und ein Ansiedeln des Pilzes schwerer machen.
Und Pflanzenstärkungsmitteln wie Ackerschachtelhalm die z.b. Silikate an das Blatt abgeben und so das Blatt härter machen.
Vorbeugend gehen beide , bei akutem Befall hilft Ackerschachtelhalm nicht mehr , vorbeugend schon.
Backpulver und ähnliches muss natürlich nach jedem Regenschauer wieder erneuert werden.
Eala Frya Fresena !!
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Re: Tafeltrauben Problem

#7

Beitrag von Gärtner83 » Fr 10. Jan 2020, 08:20

erstmal vielen vielen Dank für eure zahlreichen ANtworten :-)
also am liebsten wäre mir wirklich was rein pflanzliches oder die Mischung mit Backpulver was ich teilweiße jetzt shcon anwende. ABer nach jedem regen das ist dann schon sehr krass und extrem Zeitaufwendig. ABer ich werde es versuchen ;-) Aber wenn ihr noch andere Ideen hab nur her damit .
Ach und die zwei ältern befallenen Sorten sind Romolus und Arktika soviel ich weiß.

Viele Grüße und nochmal vielen lieben Dank für eure Hilfe

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Re: Tafeltrauben Problem

#8

Beitrag von Brunnenwasser » Fr 10. Jan 2020, 11:06

:hmm: Die Romolus habe ich gerade im Herbst gepflanzt. Die Sorte soll ja angeblich eine gute Toleranz, gegen Pilzkrankheiten aufweisen.
Vorbeugend soll/kann man ja auch abwehrenden Pflanzen, wie z.B. Basilikum, Knoblauch etc., im näheren Umkreis der Weinreben pflanzen.
Eventuell hast du ja einmal Bilder vom jetzigen Zustand der Weinreben!
Gruß Brunnenwasser

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Re: Tafeltrauben Problem

#9

Beitrag von ohne_Furcht_und_Adel » Sa 11. Jan 2020, 11:40

Für mich ist die beste Pilzvorsorge der richtige Standort und der regelmäßige Schnitt. Pilz breitet sich immer da am schnellsten aus, wo die Pflanze vielleicht durch falschen PH Wert, zu wenig Licht oder fehlende Nährstoffe geschwächt ist, und wo vom Tau oder vom Regen feuchte Blätter tagelang nicht trocknen. Wein sollte man auch in der Wachstumsperiode regelmäßig auslichten; pro Jungtrieb reichen ja zwei, drei Trauben, dahinter wird gekappt. Wenn dabei auch weitere winzige Träubchen verlorengehen, ist das nicht so schlimm: lieber Qualität erzeugen als minderwertige Mengen. auch sollten die Fruchttriebe nicht zu dicht nebeneinander wachsen, da muß eventuell noch ausgedünnt werden. Die Blätter kann man ja in der Küche füllen, da gibt's viele Rezepte, und man hat halt frisches Kompostmaterial. Erst im Spätsommer hört der Wein auf zu wachsen und muß nicht mehr nachgeschnitten werden, aber zuvor sind zwei oder drei Schitte nach dem Winterschnitt auf jeden Fall angesagt.

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Re: Tafeltrauben Problem

#10

Beitrag von kaliz » Sa 11. Jan 2020, 15:09

Problematisch können aber auch Krankheitsherde in der Nähe sein. Bei uns in der Kleingartenanlage gab es in einem Jahr in einem Garten Rebstöcke die irgendeine Pilzerkrankung hatten die die Trauben befallen hat. Die alte Dame der der Garten gehört hat war zu der Zeit im Krankenhaus wodurch die Stöcke nicht behandelt wurden und innerhalb kurzer Zeit alle anderen Weinstöcke in der Anlage angesteckt haben - trotz regelmäßigen Schnittes und guter Pflege. Wir haben uns dann darauf geeinigt im Frühjahr zur Weinblüte einmal eine Kupferspritzung in der gesamten Anlage durchzuführen und der ganze Spuk war vorbei. Hilft aber halt nur, wenn alle mit machen.
Eine ähnliche Vereinbarung gab es letztes Jahr bezüglich Apfelwickler-Spritzung mit MadexMax (Apfelgranulosevirus), da sind dann aber die die den Garten der alten Dame (die mittlerweile verstorben ist) neu übernommen haben nicht mitgegangen, wodurch wir die Apfelwickler erst wieder nicht vernünftig bekämpfen konnten.

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