Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

Bunz
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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#51

Beitrag von Bunz » Fr 24. Sep 2010, 06:44

Ich helfe mir so, daß ich das NICHT anbaue, was von den Wühlmäusen bevorzugt wird.
Zumindest solange wie es Wurzelgemüse noch zu kaufen gibt.
lg
Bunz
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Bunz
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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#52

Beitrag von Bunz » Fr 24. Sep 2010, 06:47

Bitte, lieber Bernhard,
dann beschreibe kurz, wie es PRAKTISCH anzustellen ist, daß man alle "Abfälle" auf die Beete ausbringt.
lg
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ina maka
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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#53

Beitrag von ina maka » Fr 24. Sep 2010, 10:58

hallo!

Bunz, guckst du hier ;) :
Humus und Kompost?
Flächenkompostierung kann auch gut aussehen, wenn Du mit Erdisierung arbeitest. Also die kleingeschredderten Küchenabfälle mit Erde vermischen und in einen Eimer geben. Als Erde für solche Eimer sind Maulwurfshaufen gut geeignet. Wenn der Eimer voll ist nach einigen Tagen, dann auf die Fläche streuen. Sieht dann auch nicht aus wie auf einem Schlachtfeld. Ansonsten kannst Du auch mit einer dünnen Schicht Heu und Gras arbeiten. Gras beiseite ziehen, verstreuen, zudecken.
wobei ich weiß nicht.....

als wir damals den Garten meiner Mutter bewirtschafteten, gab es keine Wühlmausprobleme, seit meine Mutter das tut, "braucht" sie so ein Lärmgerät, um die Mäuse vom Garten zu vertreiben....

Wir haben damals nur mit einer Hacke (ein recht kleines Metalldreieck, vorne spitz) bearbeitet, hatten viel Unkraut und die Nachbarn pflanzten Kürbise und Mais auf ihren Felden an. Gedüngt haben wir mit "ganz normalem" Kompost und im Herbst haben wir halberrotteten Mist aufgebracht.

Meine Mutter hat jetzt kaum Unkraut im Garten, die Nachbarn bauen nix mehr an - und: meine Mutter sticht den Garten zweimal jährlich um!
Sie düngt kaum noch, wenn dann holt sie sich fertig verrotteten Mist von einem Bio-Bauern...

Woran es jetzt liegt, dass sie Mäuse hat?? :watt:

liebe Grüße!
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
Jean Paul
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krabbe
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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#54

Beitrag von krabbe » Fr 24. Sep 2010, 11:11

frodo hat geschrieben: In wie weit jetzt meine eigene gärtnerische Tätigkeit, oder das Wetter, oder irgendwelche andere Faktoren die Populationsstärke verändern, weiß ich leider nicht, aber dieses Jahr ist bisher das schlimmste Jahr, so lange ich hier bin, wobei das natürlich auch mit dem umfangreicheren Anbau, und damit mit den Schad-MÖGLICHKEITEN zu tun hat, aber nicht nur.
Bei den Mäusen gibt es wohl einen 7 Jahreszyclus in dem die Population immer weiter ansteigt. Dann gibt es Überbevölkerung und die Kolonie bricht ein. Um sich dann wieder aufzubauen...

Vielleicht auch eine Antwort auf das Problem bei deiner Mutter InaMaka?
Bei mir gibt es in den Beeten niedriges Unkraut, ich habe bisher keine Kompost auf die Beete gemacht und mulche mit trockenen und frischem Unkraut.
Aber ich weiss, das es hier vorher schon Wühlmäuse gab. Bei uns auf der Wiese und bei den Nachbarn.

Keine Ahnung warum Wühlmäuse da sind oder nicht...
lg Andrea

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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#55

Beitrag von krabbe » Fr 24. Sep 2010, 11:36

Ach ja, noch vergessen: ich grabe nicht um und Monokultur - muss mal ein Foto einstellen...
lg Andrea

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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#56

Beitrag von Theo » Fr 24. Sep 2010, 12:00

krabbe hat geschrieben:Ach ja, noch vergessen: ich grabe nicht um und Monokultur - muss mal ein Foto einstellen...
D.h., Du hast keine Monokultur?

Das Auftreten von Schädlingen kann viele Ursachen haben. Ein wichtiger Faktor ist die Umgebung. In einem intensiv bewirtschafteten Gebiet, wo es vielleicht noch viele Katzen gibt und die Mäuse von den Nachbarn bekämpft werden, haben sie eben schlechtere Lebensbedingungen als in einer Gegend mit viel Brachland, Wiesen etc. Da kann man dann noch so viel für den Boden tun - die in Massen dort lebenden Viecher stürzen sich dann alle auf die Kultur-Insel.
Bei mir hier ist es ähnlich mit Schnecken.
Gruß
Theo

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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#57

Beitrag von Bunz » Sa 25. Sep 2010, 06:28

Danke Ina.
Ja, gut, seine drei Salatblätter kann man im Eimerchen erdisieren.
Was mache ich aber mit 100 Meter Heckenschnitt, den Hinterlassenschaften aus Hühner- und Ziegenstall und sonstwas?
Ich lasse es eben auf dem Komposthaufen erstmal etwas zusammenrutschen.
Das ist natürlich falsch, aber ich finde praktisch nichts Besseres.
lg
Bunz
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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#58

Beitrag von Theo » Sa 25. Sep 2010, 10:11

Bunz hat geschrieben:Was mache ich aber mit 100 Meter Heckenschnitt, den Hinterlassenschaften aus Hühner- und Ziegenstall und sonstwas?
Ich lasse es eben auf dem Komposthaufen erstmal etwas zusammenrutschen.
Das ist natürlich falsch, aber ich finde praktisch nichts Besseres.
Man kann das Material erst einzeln auf Haufen tun und dann im Komposthaufen nach und nach mischen, damit das richtige Verhältnis von Material, Wasser und Luft erhalten bleibt. Also z.B. jedes mal, wenn man Küchenabfälle drauftut, Heckenschnitt dazu. Und etwas fertige Erde ("Erdisieren").
Bei Mist ist es natürlich schwieriger. Der müsste entsprechend "verdünnt" oder auf der Fläche verteilt werden, damit es nicht zu Fäulnisprozessen kommt.
Überhaupt kann man am Geruch erkennen, ob alles "richtig" abläuft.
Gruß
Theo

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Re: Karotten, Wühlmäuse und Biozönose

#59

Beitrag von luitpold » Sa 25. Sep 2010, 11:05

Theo hat geschrieben: Bei Mist ist es natürlich schwieriger.
eine gute und leicht lesbare darstellung hab ich da gefunden einziger nachteil es ist von der "amtlichen industriebiolandwirtschaft", aber sonst ist es plausibel und nachvollziehbar.

lg
luitpold
Es muß sich alles ändern, damit es bleibt, wie es ist.

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