Wühlmäuse

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marion
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Wühlmäuse

#1

Beitrag von marion » Do 30. Jun 2011, 12:05

Hat jemand von euch eine Idee wie man einer Wühlmausplage Herr werden kann ?
Im Garten von meinem Bauernhäuschen kann man wohl nicht mehr gefahrenfrei gehen, alles umgegraben und alles voller Löcher.
Erster Gedanke war ja Mäusegift :rot: , aber dort laufen bannig viele Tiere rum und außerdem hatte ich mal Maikäfer im Garten. Ich vermute mal, dass wieder welche in der Erde schlummern und möchte diese nicht töten.
Der erste Gedanke war halt Mäusegift in die Löcher und anschließend einmal mit der Motorfräse durch den Garten, alles wieder einebnen und neu einsähen.
Beim genaueren Nachdenken finde ich diesen Plan aber nicht mehr so toll...
Leider lassen die Mieter ihre Katzen nicht mehr frei rumlaufen. Warscheinlich wäre das die einfachste Lösung, aber sie wollen halt nicht. Und ich will nicht, dass meine ganzen Obstbäume kaputt gehen ( eine Kirsche ist schon hin ) und einer der Mieter sich die Haxen im Garten bricht. Letztendlich bin oder fühle ich mich zumindestens für deren Sicherheit verantwortlich.

Wie kriege ich diese Biester weg ? Eigendlich finde ich sie ja ganz niedlich, aber nachdem ich die im besagten Haus schon superdreist auf meinem Herd sitzen sehen hab, stehe ich mit denen auf Kriegsfuß. Eine Maus --> ok, zwei Mäuse --> meinetwegen auch noch ok, ganze Heerscharen --> geht gar nicht :sauenr_1:

Gibt es humane Mittel, die auch wirklich wirken ? Auch und gerade weil es viele sind ?
Leider sind die Mieter keine Gartenfreunde, was ich super schade finde. Es ist eine wahnsinns Erde mit unglaublichen Erträgen und das ganz ohne irgendwelchen Dünger. Sofern man denn was anpflanzt ...( hier in Berlin denke ich so oft an meinen Garten und vermiss ihn so )
Fahre demnächst mal wieder hin und hätte gerne eine Lösung mit im Gepäck :)

Liebe Grüße,
Marion
Ich fühl mich, als könnte ich Bäume ausreißen.
Also, kleine Bäume.
Vielleicht Bambus.


Es wird ... :-)

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tipopaar
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Re: Wühlmausplage

#2

Beitrag von tipopaar » Do 30. Jun 2011, 12:11

Hi!

Mein Nachbar flutet die Gänge immer mit dem Gartenschlauch und wartet mit der Schaufel bis sie raus kommen.
Nach so einer Aktion (meistens nach der Maht) liegt dann immer eine ganze Reihe an "Beute" über sie sich dann die Krähen freuen...

Kommt allerdings auf die Sickerfähigkeit des Bodens und der Wassermenge an ob man es schaft sie Gänge zu fluten , bei uns klappts ;-)

lg der Tiroler

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Tanja
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Re: Wühlmausplage

#3

Beitrag von Tanja » Do 30. Jun 2011, 12:22

Es gibt Wühlmausschußgeräte, die sehr gut funktionieren. Die Dinger feuern ab, wenn die Maus zu wühlen beginnt und schon ist sie tot. Finde ich besser als Gift... einen Link stell ich jetzt mal nicht ein. :rot:
Tanja

:blah:

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Re: Wühlmausplage

#4

Beitrag von greymaulkin » Do 30. Jun 2011, 13:51

Wenn sie bei dir auf dem Herd sitzen, dann sind das glaub ich, keine Wühlmäuse. Die kommen doch nur tot in die Küche, von den Katzen angeschleppt....

Gruß, Bärbel

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marion
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Re: Wühlmausplage

#5

Beitrag von marion » Do 30. Jun 2011, 14:17

:eek: :eek: :eek:
Was es nicht alles gibt...wahnsinn.
Tanja, ich dachte erst du willst mich natzen, bis ich dann gegoogelt hab. Die Dinger gibt es ja tatsächlich.
Ich weiß nicht, ob man mit einer bei 600m² auskommt ?
Hab mich mal so langsam etwas eingelesen in das Thema Wühlmaus. An einer Stelle stand beschrieben, dass sie gerne in brachliegende Gärten einfallen. Ich weiß wohl, dass Ratten z.B. Veränderungen hassen und daher weggehen. Soll wohl auch bei Mäusen so sein.
Früher, als ich dort gewohnt hab, hatten wir hauptsächlich nur Mäuse im Haus ( Schande über meine Katzen und Hunde ), je nachdem wie der Winter war. Im Garten eher weniger. Allerdings hab ich auch immer irgendwo im Garten rumgebuddelt und gepflanzt und geerntet. War also immer was los.
Wenn tatsächlich das brachliegen des Gartens Ursache ist, mache ich dann ja nur Symtombekämpfung und in kurzer Zeit geht das wieder von vorne los :hmm:

Nachdenkliche Grüße,
Marion

P.S.: Nö, die in der Küche waren andere. Ganz niedliche braune mit weißem Bauch. So eine Art Einsteinmäuse :lol: Lebenfalle: leer gefressen und verschwunden , Schnappfalle: leer gefressen und verschwunden. Letztendlich habe ich dann Giftköder ausgelegt ... nu sind sie weg. Eigendlich schade, aber Mäusekot und Urin in der Küche auf der Arbeitsplatte und sonst wo...das geht gar nicht :nudel:
Ich fühl mich, als könnte ich Bäume ausreißen.
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razzio

Re: Wühlmausplage

#6

Beitrag von razzio » Do 30. Jun 2011, 14:29

Hallo Marion,

also, das klingt mir eher nach Maulwurf. Wenn der Garten so ertragreich ist, dann gibt es auch viel Nahrung für den Maulwurf. Aber der hat es nicht auf Dein Gemüse abgesehen, sondern auf Würmer, Käfer etc., die in gesundem Boden nun mal sehr reichlich vorhanden sind. Die Mäuse auf dem Herd waren jedenfalls keine Wühlmäuse. :lol: Wühlmäuse erkennt man übrigens an den vielen Fraßspuren an Gemüse und Baumwurzeln. Wenn das nur locker gewühlt wird, ist es ein Maulwurf.

Ob Wühlmaus oder Maulwurf: Ich kann Dir nur raten, Dein Feingemüse in Hochbeeten anzubauen, die von unten ausreichend gegen Wühler gesichert sind (Kaninchengitter). Erst mal ist der Ertrag noch höher, die Pflanzen können in Ruhe wachsen, ohne immer frei gelegt zu werden und die Arbeit ist auch noch leichter.

Obstbäume und Sträucher kann man beim Pflanzen übrigens auch gegen Wühler sichern, indem man die Pflanzgrube mit Kaninchendraht ausschlägt und diesen dann auch oben bis zum Stamm heranführt (wie ein Ballen).

Meine Erfahrungen sagen mir dass man die Wühler nicht wirksam bekämpfen kann. Ich habe viel Nordhang im Grundstück, was ein El Dorado für Wühlmäuse darstellt. Alle Versuche mit Gas, Gift und jeglicher Art von Fallen brachten nur sehr kurzfristige Ergebnisse (von den Nebenwirkungen mal abzusehen). Einzig die oben schon erwähnte Schussfalle, die macht einem Pyromanen wie mir wenigstens noch Spaß, mehr aber auch nicht. :-) Wenn Kinder im Garten spielen oder Hunde rumlaufen kannst Du nicht mal diese Schussfalle verwenden, die ist nämlich auch für Nicht-Wühlmäuse sehr gefährlich. Nicht auszudenken, wenn ein Kind damit hantiert. :ua:

LG, Razzio

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Re: Wühlmausplage

#7

Beitrag von kraut_ruebe » Do 30. Jun 2011, 15:11

hier ein paar infos über wühlmaus + co:

http://www.hausmaus.at/F4.htm
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Wühlmausplage

#8

Beitrag von Saurier61 » Do 30. Jun 2011, 15:51

Hallöle,

das beste Mittel gegen Wühlmäuse sind Spitzmäuse. Aber die kann man leider nicht kaufen.
Wenn man aber Jemanden kennt der Spitzmäuse im Garten hat, kann man da Eimer bis zum Rand einbuddeln...... so wie beim Kröten und Frösche fangen...
Die Spitzmäuse sind blöd... :pfeif: die fallen da einfach rein.... und kommen dann nicht mehr raus.
Allerdings sollte im Eimer etwas Erde und Regenwürmer/ Mehlwürmer sein. Und man muss 3-4 mal täglich nachschauen. Die brauchen viel Futter und können innerhalb von ein paar Stunden verhungern. Man sollte sie aber nicht anfassen. Spitzmäuse haben einen giftigen Speichel, wird man gebissen, kann sich da ne eklige Entzündung bilden.

Spitzmäuse dann im eigenen Garten aussetzen und hoffen dass sie bleiben. Die räumen dann sämtliche Wühlmausnester leer. Manchmal überwältigen sie sogar ausgewachsene Wühlmäuse... und das obwohl diese doppelt so groß sind. Frösche im Teich... fressen sie auch... Käfer, Raupen und Engerlinge stehen auch auf ihrem Speisezettel...
Spitzmäuse sind Fleischfresser und lassen die Wurzeln von Pflanzen in Ruhe. Ich glaub sie naschen aber manchmal ein paar Beeren...

Ich hab seit längerer Zeit auch nur noch Spitzmäuse im Garten. :grinblum:

Lieben Gruß von
Helga
Diplomatie ist... Jemanden so zur Hölle zu schicken, dass er sich auf die Reise freut.....

Melusine

Re: Wühlmausplage

#9

Beitrag von Melusine » So 10. Jul 2011, 08:09

Obstbäume beim Einflanzen mit Drahthosen sichern.
Aber wirklich geholfen hat nur der Einsatz mit Katzen.
Allerdings.....
Naja,vor Wut über die Wühlmäuse habe ich den Hang mit Ziegen besetzt.DieZiegen machen mit den Hufen Lärm und die Katzen sitzen zwischen den Ziegen und fangen Mäuse.
Das Team warso gut,das die Katzen mit denZiegen auf die neue Weide sind.So wurden auch die Nachbarwiesen um einige Wühlmäuse ärmer. :hhe:
Hinterher konnteich wiederTopinabur,Kartoffel und Möhren ohne Fraßspuren ernten-und die Obstbäume blieben stehen!
LG,Melusine
PS.Die Obstbäume hatte ich außerhalb des Ziegengeheges!Das hieße ja,den :ziege: Bock zum Gärtner machen....

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Manfred
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Re: Wühlmausplage

#10

Beitrag von Manfred » So 10. Jul 2011, 09:41

Beweidung ist überhaupt gut gegen Mäuse, weil die Weidetiere die Gänge der Mäuse zertreten. Die Mäuse wandern dann ab, weil sie nicht ständig neu bauen wollen.
Bei unseren schweren Böden wird er Befall nicht so extrem. Einer meiner Onkel hat einen Hof auf einem Moorstandort. Als sie vor Jahren die Beweidung eingestellt hatten (das Milchvieh samt Nachzucht sollte ganzjährig im Stall bleiben) sind die Wühlmausbestände explodiert. Trotz Abschleppen der Flächen im Frühjahr war zur esten Mahd schon wieder alles voll Haufen. Die Futterverschmutzung war so stark, dass die Futteraufnahme und damit die Milchleistung der Kühe deutlich eingebrochen ist. Deshalb steht jetzt wieder Jungvieh auf der Weide und das Problem hat sich massiv reduziert.
Um den Hof liegen diverse Vertragsnaturschutzflächen (da brüten Kiebitze etc.), die nur 1 x im Spätsommer gemäht werden. Ein Paradies für die Wühler. Von dort dringen sie in Massen auf die angrenzenden Flächen vor. Die einigen Alternativen wären massiver Gifteinsatz (finanzell nicht zu leisten, weil das Mäusekorn von Hand mit Legeflinte in die Gänge eingebracht werden müsste) oder regelmäßiger Umbruch (geht auch nicht, wegen Umbruchverbot für Dauergrünland).

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