Teufelszwirn

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ina maka
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Teufelszwirn

#1

Beitrag von ina maka » Mo 16. Jul 2018, 21:40

:waeh:
Mein (ehemals) wunderschönes Bergbohnenkraut ist weg....
Ich kannte Teufelszwirn (Nesselseide) bisher nicht, nur war besagtes Bohnenkraut plötzlich voller weißer Blütenkügelchen, die an Bindfäden hingen.
bin dann nach langem Suchen draufgekommen, wie diese Pflanze heißt und dass man die nur los wird, indem man die Wirtspflanze entfernt.
Ich hoffe sehr, sie hat noch keine Samen verstreut - falls ich wo einen Bindfaden verloren hab, der blüht ja heuer nimmer?
ist die Pflanze womöglich mehrjährig??

Ich werde auf jeden Fall die Gegend dort sehr gut beobachten müssen, aber ich hoffe, ich muss jetzt nicht wirklich einen Teil des Gartens "abfackeln".
Bergbohnenkraut hab ich ja Gott sei Dank auch im anderen Garten und da kann man recht gut Ableger machen.

Aber trotzdem wüßte ich gerne, ob man Teufelszwirn auch anders bekämpfen kann?
Es waren neben dem Bergbohnenkraut auch ein paar Erdbeeren und Schokominzen befallen (Nachbarbeet). Am Mais ist gar nichts.
keine Ahnung, woher es kam - hoffentlich nicht vom Gemeinschaftskomposthaufen!
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE

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Re: Teufelszwirn

#2

Beitrag von Rohana » Mo 16. Jul 2018, 21:55

Wenn der Wirt stirbt, stirbt auch die Schmarotzerpflanze. Ausserhalb des botanischen Gartens hab ich sowas aber noch nicht gesehen...
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Teufelszwirn

#3

Beitrag von ina maka » Mo 16. Jul 2018, 22:02

:eek:
oops!!
Woher kommt das dann?
Von einem "Pflanzenraritätenmarkt"? :ohoh:
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Re: Teufelszwirn

#4

Beitrag von MeinNameistHASE » Mo 16. Jul 2018, 22:47

Die Seiden werden mit dem Saatgut verschleppt. Das bekannteste Beispiel ist Majoran: Saatgutproduktion in Ägypten und Anbau in DE => Befall mit Kleeseide, weil hier die Bedingungen besser sind.

Da hilft nur großflächig vernichten und keine Wirtspflanzen anbauen...
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!

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Re: Teufelszwirn

#5

Beitrag von ina maka » Di 17. Jul 2018, 08:50

MeinNameistHASE hat geschrieben:Die Seiden werden mit dem Saatgut verschleppt.
hm.... Das Bergbohnenkraut stammt von unserer alten Pflanze aus Niederösterreich (die dort ist nicht befallen), Erdbeeren und Schokominze sind "ewig" dort und der Mais stammt aus dem Tauschpaket, aber schon seit ein paar Jährchen eigenes Saatgut. :im:
MeinNameistHASE hat geschrieben:Da hilft nur großflächig vernichten und keine Wirtspflanzen anbauen...
Was sind Wirtspflanzen?
nicht alle möglichen??
Wäre ja sehr beruhigend, wenn es reicht, dass ich an der Stelle kein Bohnenkraut mehr anpflanze, aber es ging ja auch auf die Erdbeeren und die Minze - ?
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Re: Teufelszwirn

#6

Beitrag von Rohana » Di 17. Jul 2018, 19:28

Dann scheint es ein grösseres Wirtsspektrum zu haben. Also alles was befallen wird dort nicht mehr anbauen, oder eben nur unter Risiko... die Dinger fallen ja nicht ausgewachsen vom Himmel, kann man die im Jugendstadium nicht entfernen oder so?
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Re: Teufelszwirn

#7

Beitrag von ina maka » Di 17. Jul 2018, 21:20

Rohana hat geschrieben:kann man die im Jugendstadium nicht entfernen oder so?
angeblich nicht - weißt du vielleicht wie?
soll ja auch manchmal Getreidefelder befallen und zu Teilausfällen führen - ??
"anfangs" hab ich es wie gesagt gar nicht bemerkt, es sind echt nur dünne Fäden und wenn man es nicht kennt, merkt man´s erst Recht nicht - und danach ist es ja schon mit der Wirtspflanze verwachsen, hm.

Im Gemeinschafstgarten fällt so manches "vom Himmel" :pft: :lol:

Ich hätte gerne Tipps für eine rechtzeitige Bekämpfung/Vorbeuge!
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Re: Teufelszwirn

#8

Beitrag von Rohana » Di 17. Jul 2018, 22:03

ina maka hat geschrieben:
Rohana hat geschrieben:kann man die im Jugendstadium nicht entfernen oder so?
angeblich nicht - weißt du vielleicht wie?
War nur ne Vermutung. Wissen aus eigener Praxis tue ich in der Hinsicht gar nichts.
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Re: Teufelszwirn

#9

Beitrag von MeinNameistHASE » Mi 18. Jul 2018, 09:58

Börner schreibt in der 8. Auflage von Pflanzenschutz und Pflanzenkrankheiten:

"Die obligaten Vollschmarotzer bilden Samen, die im Boden lange lebensfähig bleiben. … Eine Bekämpfung ist schwierig. Neben Fruchtfolgemaßnahmen führen Verwendung von gereinigtem Saatgut und frühzeitige Ernte zur Verhinderung oder Reduzierung von Schäden."

Mehr kann ich dazu auch nicht sagen.
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