Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon bielefelder13 am Di 9. Mai 2017, 08:19

Hallo an alle. :pft: Mein Pfirsichbaum hat die Kräuselkrankheit. :sauenr_1: Hatte er schon im letzten Jahr. Hab versucht über die Veränderung des Bodens mit organischem Material dieses Jahr vorzubeugen. Hat nicht geklappt. :bang: Hat jemand von euch Tipps was ich am besten dagegen machen kann? :bet:
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon emil17 am Di 9. Mai 2017, 08:38

Guckst du hier - aber so richtig viel lässt sich nicht machen.
Winterölbehandlung soll auch helfen, insofern dass das Öl (eine Rapsölemulsion, also keine Angst) die Sporen verklebt und so an der Ausbreitung hindert.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon MeinNameistHASE am Di 9. Mai 2017, 08:49

Mir ist zwar nicht ganz klar, was die Bodenveränderung bewirken sollte, aber schaden kanns ja nicht.

Der Erreger der Kräuselkrankheit Taphrina deformans überwintert als Myzel in den Knospen der einjährigen Triebe. Also kann man die Verbreitung durch zeitigen Rückschnitt eindämmen. Ein Bekämpfung ist sonst über Fungizide (bevorzugt Triazolderivate oder Strobilurine) üblich nach Indikationszulassung. Entsprechende Mittel gibt es im Gartenfachmarkt: Von Comp* bspw das Duaxo unsivers*l pilzfre* mit dem Triazolderivat Difenoconazol als Wirkstoff.
Für Strobilurine finde ich auf die Schnelle kein zugelassenes Mittel, aber theoretisch dürften alle Mittel, die Stoffe wie Azoxystrobin (Hauptsache -strobin am Ende ;) ) enthalten wirken.

LG & viel Erfolg bei der Bekämpfung!
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon Olaf am Di 9. Mai 2017, 09:18

Irgendwas war doch noch, dass der Pilz im Spätwinter Regen braucht?
Mein letztjähriger Versuch, meine Nektarine -die ist noch rel. klein- mit einem alten Anglerregenschirm zu schützen, ist gescheitert, einmal ist er bei Regen weggeflogen, später, er war wirklich alt, hatte er Risse.
Ich überlege, das Bäumchen aufzugeben, hab ich eigentlich schon, und unterm Dachüberstand vom Haus eines als Spalier zu ziehen. Hab aber nur noch ne Ostwand frei, und auch da müsst ich erst noch ne Betonbodenplatte wegkloppen. Frustrierend irgendwie.
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon strega am Di 9. Mai 2017, 13:42

hab um mein Pfirsichbäumchen herum letzten Herbst etwa geschätzte 50 Knoblauchzehen gesteckt, die sind inzwischen fette Pflanzen geworden.. und der Baum hat nur ein ganz klein wenig Kräuselei, aber die schafft er garantiert. Früchte hat er auch einige, für seine Grösse sogar sehr viele.
Vielleicht hat das ja geholfen?
Allerdings hats diesen Frühling hier so gut wie nicht geregnet, im Herbst schon. Falls das Einfluss hat... aber glaub schon dass massig Knoblauch helfen könnte, da ja erwiesenermaßen fungizid. Nur friert der wohl ab im Winter in Deutschland....
aber gut, vielleicht hilfts ja irgendwem, dieses statement
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon becks am Di 9. Mai 2017, 20:43

mein Zwergpfirsich hat die Krankheit leider auch :S
hätte ich das vorher gewusst, hätte ich ihn unters Dach gestellt, habe eine Südterrasse mit Bedeckung.

Geht die Krankheit weg, wenn ich das Bäumchen jetzt trocken stelle, ggfs. ein Pilzmittel verwende?
Dieses Jahr gab es gar keine Blüten, wäre schade, wenn der Baum jetzt für immer befallen wäre und keine Früchte mehr tragen kann.
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon Olaf am Di 9. Mai 2017, 21:37

So wie ich es verstanden hab, muss der irgendwann, bevor die Knospen treiben trocken stehen, wann genau, muss ich noch mal nachlesen. Aber dann käme die Infektion nicht. Ich trau meinen nicht mehr umzusetzen, ansonsten sollte das klappen.
Bei höheren Temp. im Frühjahr, so ab 10 Grad??? sterben die Sporen ab.
LG
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon bielefelder13 am Mi 10. Mai 2017, 06:41

Ja das mit dem Knoblauch hatte ich letztes Jahr auch gelesen. Hab auch so 20 Zehen drum verteilt. Hat nichts geholfen. Naja hilft wohl doch nur die Chemie. :aeh: Trocken stellen geht leider nicht. Müsste dann einen Schuppen bauen. Schade, aber werd mal ein paar Experimente starten. Kann man ja auch als Versuchsobjekt für die Zukunft nutzen. Danke für die Hinweise. :daumen:
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon Olaf am Mi 10. Mai 2017, 08:00

Ach, Emil hatte ja schon einen Link reingesetzt, der die Infektion erklärt. Überlesen. :rot:
Lag ich falsch mit meinen10 Grad, da gehts erst los....bei 16 hörts auf.
Bei Wikipedia ist es auch gut erklärt, wichtig find ich dort den Satz:
Ein Befall mit Taphrina deformans tritt besonders in feuchten Wintern auf,[3] denn zur Infektion benötigt der Pilz 12,5 Stunden kontinuierliche Nässe auf der Baumrinde (durch Regen, nicht durch Tau oder Nebel) bei Temperaturen unter 16 °C.[1]

Und:
gegebenenfalls wird der Baum zusätzlich mit einer Plane verhängt,[5] bis die Frühjahrstemperaturen 16 Grad Celsius erreichen und den Pilz deaktivieren.

War mein Ansatz vielleicht gar nicht so verkehrt, der Regenschutz ist ja nur in der blattlosen Zeit erforderlich. Naja, für dieses Jahr ist der Drops wieder gelutscht...
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Re: Kräuselkrankheit Pfirsichbaum

Beitragvon ina maka am Mi 10. Mai 2017, 08:08

Olaf hat geschrieben:Naja, für dieses Jahr ist der Drops wieder gelutscht...

- für dieses Jahr?
Meinst du, der Baum infiziert sich jedes Jahr neu??
Unsre Nachbarn kämpfen mit der Kräuselkrankheit und ich habe seit voriges jahr Weingartenpfirsiche (Sämlige).
Bis jetzt gesund, sind aber noch sehr kleine Bäume.
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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