Japanischer Staudenknötterich

Ullerich
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Japanischer Staudenknötterich

#1

Beitrag von Ullerich » Di 14. Jul 2015, 11:38

Hallo,

Ende letztes Jahr habe ich das Grundstück neben meinem Garten erworben.

Zu dem Grundstück gehört ein kleines Wäldchen, naja von der Fläche klein, aber es stehen große Fichten und Kiefern drauf. Der Nachbar hat o.g. Pflanze unter einer der Kiefern am Zaun angepflanzt und sie hat sich mit den Wurzeln der Fichten praktisch vermischt. Ich dachte erst, dies sei Bambus. Jetzt hab ich mir den Knötterich angeschaut. Der ist es definitiv. Seit dem Früherjahr versuch ich das Zeug mit der Grabgabel zwischen den Fichtenwurzeln rauszupoppeln. Am nächsten Wochenende stehen schon wieder 30 cm Stengel rum, die ich wieder rausmache. Jedesmal schaffe ich es ein bischen mehr Wurzeln rauszukriegen. Jetzt hab ich mal ein Wochenende nicht geschafft hinzufahren. Da waren es schon wieder 60 cm. Das Zeug breitet sich um die Kiefer rund 1,5 M aus. Es hält sich bis dato also noch räumlich begrenzt

Ich find das Zeug ekelig und mir gefällt es nicht. Ich plane jetzt erstmal die Wurzeln mit der Brechstange rauszuhebeln. Alternativ wäre noch abdecken mit Teichfolie, die ist aber eigentlich zu teuer dafür. Insgesamt hab ich auf das Zeug so einen Haß, dass ich langsam, auch wenns mir eigentlich überhaupt widerstrebt daran denke mit Roundup zuzuschlagen. Die Kiefer ist ja unten nicht grün, ich denke, denen würde nichts passieren.

Ob ich es wenigstens für diesen Extremfall machen sollte? Mir gefällt es ja eigentlich nicht und ich würde eher konventionell an das Zeug gehen. Aber was ich so gelesen habe, wurzelt das Zeug sehr tief. Die Fichte hindert mich das Zeug richtig in der Tiefe zu bekämpfen. Wär die Fichte nicht dort würde ich tief mit dem Spaten in die Tiefe ausbuddeln, die Arbeit würde ich nicht scheuen. Ich hab keine Lust, das Zeug weiterausbreiten zu lassen.
Wie kann man nur sowas anpflanzen?

Was denkt Ihr?

Gruß Ullerich

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Re: Japanischer Staudenknötterich

#2

Beitrag von kraut_ruebe » Di 14. Jul 2015, 11:40

wir haben schon ne menge drüber nachgedacht:

http://www.selbstvers.org/forum/viewtop ... lit=mühsal
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Japanischer Staudenknötterich

#3

Beitrag von Ullerich » Di 14. Jul 2015, 12:39

Besten Dank!

Ullerich
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Re: Japanischer Staudenknötterich

#4

Beitrag von Ullerich » Di 14. Jul 2015, 12:48

Ok,

des hat geholfen. Nächstes mal werde ich dann doch mal die Suchfunktion bemühen. Dachte nicht, dass es mehr Leute gibt, die mit der PFlanze zu tun haben/hatten.

Gruß Ullerich

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Re: Japanischer Staudenknötterich

#5

Beitrag von Renysol » Di 14. Jul 2015, 13:19

Ullerich hat geschrieben:Ok,

des hat geholfen. Nächstes mal werde ich dann doch mal die Suchfunktion bemühen. Dachte nicht, dass es mehr Leute gibt, die mit der PFlanze zu tun haben/hatten.

Gruß Ullerich
Doch, viele ärgern sich darüber - aber es gibt nur einen, der diese Pflanze nutzt ... :grinblum:
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Re: Japanischer Staudenknötterich

#6

Beitrag von ihno » Mi 15. Jul 2015, 07:34

was machste damit? Bambusersatz :hmm:
Eala Frya Fresena !!
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Re: Japanischer Staudenknötterich

#7

Beitrag von Ullerich » Mi 15. Jul 2015, 10:39

Keinen Ersatz, da es keine Veranlassung gibt unter der Fichte was anzupflanzen.

Und mit Sicherheit nichts, was hier nicht hergehört.

Ich habs ehrlich gesagt eh nicht verstanden, warum er das da reingesetzt hat. Die Sache ist im Aussenbereich und wenn Du hier nicht abmähst verbuscht alles sowieso null Komma nix mit Hollunder, Weiß- und Schwarzdorn.

Ich hab um meinen Zaun im Abstand von einem halben Meter entlang einen 1 Meter breiten Streifen nicht abgemäht. Nach ein paar Jahren eine schöne Naturhecke inklusive der Bewohner. Was mir stinkt, schau ich doch ins Internet, haben die das doch gleich biokartiert. Find ich eine Gemeinheit. Ich schaffe für das Niederwild kleinräumige Struktur um meine Wiesen und dann find ich das was ich geschaffen habe biokartiert vom Naturschutz. Wäre schön gewesen, wenn man mich als Eigentümer mal gefragt, mit mir gesprochen oder zumindest infoermiert hätte. Die Aussage, dass die Biokartierung keine Auswirkung auf die Grundstückseigentümer hat stimmt nämlich nicht.

Ich hab um meine Wiesen, da ich abgesehen von dem was mit Bestandsschutz bereits eingefriedet ist nichts zusätzlich eingezäunt (will ich auch nicht) und mit dem Obstbaum- und Heckenschnitt Benjes-hecken angelegt. Sind jetzt auch biokartiert.

Gefällt mir zwar überhaupt nicht, aber ich denke, ich werd, da es mit dem Knötterich noch lokal begrenzt ist die Chemo-Keule rausholen und dann sowas nie mehr machen.

Gruß Ullerich

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Re: Japanischer Staudenknötterich

#8

Beitrag von Renysol » Mi 15. Jul 2015, 14:57

Was ist denn "biokartiert". Wo finde ich das im Internet? Da habe ich ja noch nie was von gehört.
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Re: Japanischer Staudenknötterich

#9

Beitrag von Ullerich1 » Fr 17. Jul 2015, 08:30

In ganz Bayern werden freiberufliche Büros (meist Biologen ohne Festanstellung, die sich mit solchen Projekten über Wasser halten) beauftragt biologisch wertvolle Flächen zu erfassen.

http://www.lfu.bayern.de/natur/fis_natur/index.htm


Wenn Du den Fin-Web- Link aufklappst kommst Du zur Kartierung und kannst z.B. biokartierte Flächen im Flachland auf der Karte ganz genau raussuchen.

Wenn man sich ein bischen reinarbeitet findet man konkrete Grundstücke, wo man auch die Info zur speziellen Biokartierung aufrufen kann und da ist genau beschrieben wie das Grundstück aussieht, was darauf ist, wie es genutzt wird und wie es gepflegt werden soll.

http://www.lfu.bayern.de/natur/biotopka ... /index.htm

Nicht dass ich finde, dass man wertvolle Natur nicht schützen sollte. Aber ich find es ein starkes Stück auf fremden Grundstücken (zumal eingefriedet) zu schnüffeln und detailiert Nutzung, Zustand etc. zu erfassen, speichern und zu veröffentlichen.

Und für den Grundstücksbesitzer ergeben sich wenn man unter Nr. 7 schaut folgende Folgen:

http://www.lfu.bayern.de/natur/biotopka ... brosch.pdf

Ganz nett, aber man hätte darüber schon ganz gerne mal Bescheid gewußt. Ich mach auf meinen Flächen ehrlich viel für die Natur. Der Knötterich ist echt die Ausnahme.

Gruß Ullerich

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Re: Japanischer Staudenknötterich

#10

Beitrag von Renysol » Fr 17. Jul 2015, 11:01

Ullerich1 hat geschrieben: Ganz nett, aber man hätte darüber schon ganz gerne mal Bescheid gewußt. Ich mach auf meinen Flächen ehrlich viel für die Natur. Der Knötterich ist echt die Ausnahme.
Ja, aus der Luft von den Schergen überwacht zu werden, finde ich auch sehr bedenklich, egal, wie die Begründung lautet.
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