2006 zusammen mit einer Roten Sternrenette gepflanzt, denn alte Sorten mußten es sein.
Cider
- Minze
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Re: Cider
Hach, den Rheinischen Bohnapfel hab ich im Garten, juhuuh.
2006 zusammen mit einer Roten Sternrenette gepflanzt, denn alte Sorten mußten es sein.
Letzten Herbst habe ich beiden Bäumen gesagt, wenn sie dieses Jahr nicht tragen, fliegen sie raus und heuer hängt an beiden Bäumen einiges dran.
2006 zusammen mit einer Roten Sternrenette gepflanzt, denn alte Sorten mußten es sein.
Liebe Grüße
Minze
Minze
- fuxi
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Re: Cider
Jein. Es ist beides aus Apfelsaft vergoren, aber der Geschmack ist komplett anders!Ullerich hat geschrieben:Ich geh mal davon aus, dass der Cider das irische bzw. angelsächsiche Pedant zum Cidre ist.
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Knurrhuhn
Re: Cider
Bin eben mal zu Onkelchen getapert, der viel Obstwein macht, u.a. auch Apfelwein.
Er nimmt (ausschließlich) Boskop, weil das seiner Meinung nach der Apfel ist der die nötige Herbheit (?) mit bringt. Dann setzt er die geschredderten Äpfel mit Nährsalz an.
Dazu gibt er Zucker, den er zu Melasse aufkocht (er nimmt auf 60 Liter 14 kg Zucker), und als Hefe nimmt er Burgunderhefe (mit warmem Saft dieser Äpfel auflösen und später dann dazu).
Die Süße steuert er über die Zuckerzugabe, vielleicht kann man damit experimentieren und unterschiedliche Ansätze machen?
Also, das war so das, was ich behalten konnte.
Ich denke im einzelnen wirst Du wissen wie es funktioniert, sonst muß ich noch mal fragen und 'nen Notizblock mitnehmen.
Ich meine, ich hätte seinen Apfelwein mal vor ein-zwei Jahren probiert und hab ihn für gut befunden.
Edit: Mir schmeckt der Englische Cider auch besser als das, was hier oft als französischer Cidre angeboten wird (zugegeben, das waren immer niedrigere Preissegmente
)
Hab hier noch was gefunden, hilft das ein wenig weiter? http://www.ciderandmore.de/Rund-um-den- ... erstellung
http://www.unspokenwords.de/food/lexiko ... erstellung
Er nimmt (ausschließlich) Boskop, weil das seiner Meinung nach der Apfel ist der die nötige Herbheit (?) mit bringt. Dann setzt er die geschredderten Äpfel mit Nährsalz an.
Dazu gibt er Zucker, den er zu Melasse aufkocht (er nimmt auf 60 Liter 14 kg Zucker), und als Hefe nimmt er Burgunderhefe (mit warmem Saft dieser Äpfel auflösen und später dann dazu).
Die Süße steuert er über die Zuckerzugabe, vielleicht kann man damit experimentieren und unterschiedliche Ansätze machen?
Also, das war so das, was ich behalten konnte.
Ich meine, ich hätte seinen Apfelwein mal vor ein-zwei Jahren probiert und hab ihn für gut befunden.
Edit: Mir schmeckt der Englische Cider auch besser als das, was hier oft als französischer Cidre angeboten wird (zugegeben, das waren immer niedrigere Preissegmente
Hab hier noch was gefunden, hilft das ein wenig weiter? http://www.ciderandmore.de/Rund-um-den- ... erstellung
http://www.unspokenwords.de/food/lexiko ... erstellung
Re: Cider
na da hast du glück gehabt.@luitpold: dass das gschloder (=plörre) vorherrscht und den geschmack und die lust auf manches verdirbt, ist leider tatsache. irgendeinen apfelsaft zu apfelwein hab ich auch schonmal gemacht, da kommt dann auch was raus was eigentlich niemand wirklich braucht und was man in jedem supermarkt kaufen könnte. das ursprungsprodukt aber, der 'richtige' cider von früher, ist was ganz was anderes, der ist vollkommen stimmig und weit entfernt von dem kracherl das oft unter dem namen läuft.
ich kenne leider nur den äppelwoi aus sachsenhausen.
irgendwelches mühlviertler hausmostzeug von mir bekannten bauern.
cider aus alternativbeiseln der frühen 90er jahre in wien und berlin. damals hab ich mit dem thema apfelwein abgeschlossen.
ich bin halt der meinung wenn man (so wie du) richtigen wein haben kann, kann man getrost die ersatzstoffe auf apfelbasis vergessen.
wäre ich normanne este oder ire würde ich das vermutlich anders sehen.
Es muß sich alles ändern, damit es bleibt, wie es ist.
Re: Cider
meine Erfahrungen:
Der Alkohol im "trocken ausgebauten" Apfel + Birnenmost + die Obstsäure ist für den menschlichen Organismus
ein anderer #
"Einifahrer"
als Wein, welcher eventuell auf der Maische gekeltert wurde, bzw. jedenfalls nicht aufgezuckert wurde.
Von Apfel u. Birnenmost bekommt man auch früher die GICHT.
Alkohol hat Cidre nur ca. 5%, wein mindestens 11%.
Vom Cidre bekommt man mehr Durst, da kann man mehr als 1 liter trinken.
Wein gedeiht nicht in allen Lagen,
saure Äpfel aber schon.
Die Säure des alkoholhältigen Getränkes gibt Energie, und der Speck schmeckt auch dazu; = ist was für körperlich arbeitende Menschen.
Der Alkohol im "trocken ausgebauten" Apfel + Birnenmost + die Obstsäure ist für den menschlichen Organismus
ein anderer #
"Einifahrer"
als Wein, welcher eventuell auf der Maische gekeltert wurde, bzw. jedenfalls nicht aufgezuckert wurde.
Von Apfel u. Birnenmost bekommt man auch früher die GICHT.
Alkohol hat Cidre nur ca. 5%, wein mindestens 11%.
Vom Cidre bekommt man mehr Durst, da kann man mehr als 1 liter trinken.
Wein gedeiht nicht in allen Lagen,
saure Äpfel aber schon.
Die Säure des alkoholhältigen Getränkes gibt Energie, und der Speck schmeckt auch dazu; = ist was für körperlich arbeitende Menschen.
- kraut_ruebe
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Re: Cider
hmm, also ich wohn in der gemeinde die die 'genussregion südburgenländischer apfel' ist und deshalb seh ich erstmal was sich aus apfel machen lässt bevor ich mich um was anderes umschau.
ich wüsste auch nicht, dass hier im apfelland (anno 1339 erstmals urkundlich als solches erwähnt) die menschem mehr gicht hätten als anderswo
bohnapfel wird bei uns in der buckligen welt traditioneller weise gezogen, das ist nicht allzuweit weg, die werd ich wohl bekommen können. ob ich speierling auftreiben kann muss ich erst sehen, theoretisch jedenfalls sollte es welche geben im burgenland. saft einmal quer durch die mostäpfelsorten krieg ich ohne weiteres zusammen, den leg ich mal auf jedenfall auf vorrat.
sobald ich alles zusammenhab mach ich nen testlauf, ich könnt dann gerne zum probieren kommen. nen ordentlichen speck dazu besorg ich dann auch, die genussregion 'pannonisches mangalitzaschwein' ist - wenn ich den abschneider über ungarn fahre - nicht unerreichbar weit weg
ich wüsste auch nicht, dass hier im apfelland (anno 1339 erstmals urkundlich als solches erwähnt) die menschem mehr gicht hätten als anderswo
bohnapfel wird bei uns in der buckligen welt traditioneller weise gezogen, das ist nicht allzuweit weg, die werd ich wohl bekommen können. ob ich speierling auftreiben kann muss ich erst sehen, theoretisch jedenfalls sollte es welche geben im burgenland. saft einmal quer durch die mostäpfelsorten krieg ich ohne weiteres zusammen, den leg ich mal auf jedenfall auf vorrat.
sobald ich alles zusammenhab mach ich nen testlauf, ich könnt dann gerne zum probieren kommen. nen ordentlichen speck dazu besorg ich dann auch, die genussregion 'pannonisches mangalitzaschwein' ist - wenn ich den abschneider über ungarn fahre - nicht unerreichbar weit weg
There's a crack in everything. That's how the light gets in.
- kraut_ruebe
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Re: Cider
wir ham gar keine heurigen, wir haben buschenschenken. viele.
dort wird nur bzw. hauptsächlich angeboten was selber produziert ist, und most hat jeder. man kann ja nicht mittags schon uhudler trinken
dort wird nur bzw. hauptsächlich angeboten was selber produziert ist, und most hat jeder. man kann ja nicht mittags schon uhudler trinken
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Re: Cider
Hallo,
Also ich habe meinen besten Cider mit obergäriger Safale Hefe, klarem Apfelsaft und etwa 100g rotem Malz hergestellt. Das Ergebnis war eine Art Apfelbier, das Malz hat ihm mehr Tiefe und eine hintergründige Süße verliehen (unvergärbare Zucker). Nach einer Woche Gärung in Bügelflaschen gefüllt und 10% frischen Apfelsaft als Speise gegeben. In einer Woche Flaschengärung entwickelt sich feinperlige Kohlensäure. Mein so entstandenes "Apfelbier" hatte etwa 5-6% und war in meinem Freundeskreis hochgelobt
Ein anderer Versuch mit naturtrübem Apfelsaft und braunem Zucker und Sherryhefe schmeckte sehr viel fuseliger.
Wenn du den britischen, Strongbow ähnlichen Cider willst, nimm klaren Apfelsaft, keinen oder recht wenig Zuckerzusatz, und eine obergärige Bierhefe oder Champagnerhefe (Sorten die viel Kohlensäure machen), eine Woche Hauptgärung, eine Woche Flaschengärung, raus kommt je nach Zuckerzusatz ein 4-6%iger, spritziger trockener Cider. Dieses Grundrezept ist sehr gut reproduzierbar. Für Leute die es süßer mögen sollen einen Schuss Ahornsirup oder Apfeldicksaft in ihr Glas Cider geben, den Zucker mitzuvergären führt nur zu höheren Prozenten und somit alkigerem Geschmack, außer es ist unvergärbarer Zucker (teilweise Malz). Nachtrag: man kann auch Dextrine zugeben, aber dann gibts ein Furzkonzert aller Beteiligten
Naturtrüber Apfelsaft ist nur was für Leute die auch ihren Cider trüb mögen. Klären kann man fast vergessen, und Cider aus trübem AS schmeckt finde ich etwas fuseliger.
Nachtrag: wenn man Malz verwendet um den Cider auszubauen und gerade beim Maischen ist, sollte man eine Spindel zum kühlen haben, genau wie beim Bierbrauen (und muss auch sonst so verfahren), es sei denn, man stört sich nicht an einem weißen Bodensatz aus Proteinen, die beim Kühlen des Ciders ausfallen. Dies kann umgangen werden, indem man proteinfreien Malzextrakt hernimmt (teuer).
Dinge die ich probieren will: Cider mit Honig oder Ahornsirup vergären, bzw. gehopfter Cider. Cider mit Zimt und Nelken, der warm zu Weihnachten getrunken wird mit nen Schuss Honig drin.
Also ich habe meinen besten Cider mit obergäriger Safale Hefe, klarem Apfelsaft und etwa 100g rotem Malz hergestellt. Das Ergebnis war eine Art Apfelbier, das Malz hat ihm mehr Tiefe und eine hintergründige Süße verliehen (unvergärbare Zucker). Nach einer Woche Gärung in Bügelflaschen gefüllt und 10% frischen Apfelsaft als Speise gegeben. In einer Woche Flaschengärung entwickelt sich feinperlige Kohlensäure. Mein so entstandenes "Apfelbier" hatte etwa 5-6% und war in meinem Freundeskreis hochgelobt
Ein anderer Versuch mit naturtrübem Apfelsaft und braunem Zucker und Sherryhefe schmeckte sehr viel fuseliger.
Wenn du den britischen, Strongbow ähnlichen Cider willst, nimm klaren Apfelsaft, keinen oder recht wenig Zuckerzusatz, und eine obergärige Bierhefe oder Champagnerhefe (Sorten die viel Kohlensäure machen), eine Woche Hauptgärung, eine Woche Flaschengärung, raus kommt je nach Zuckerzusatz ein 4-6%iger, spritziger trockener Cider. Dieses Grundrezept ist sehr gut reproduzierbar. Für Leute die es süßer mögen sollen einen Schuss Ahornsirup oder Apfeldicksaft in ihr Glas Cider geben, den Zucker mitzuvergären führt nur zu höheren Prozenten und somit alkigerem Geschmack, außer es ist unvergärbarer Zucker (teilweise Malz). Nachtrag: man kann auch Dextrine zugeben, aber dann gibts ein Furzkonzert aller Beteiligten
Naturtrüber Apfelsaft ist nur was für Leute die auch ihren Cider trüb mögen. Klären kann man fast vergessen, und Cider aus trübem AS schmeckt finde ich etwas fuseliger.
Nachtrag: wenn man Malz verwendet um den Cider auszubauen und gerade beim Maischen ist, sollte man eine Spindel zum kühlen haben, genau wie beim Bierbrauen (und muss auch sonst so verfahren), es sei denn, man stört sich nicht an einem weißen Bodensatz aus Proteinen, die beim Kühlen des Ciders ausfallen. Dies kann umgangen werden, indem man proteinfreien Malzextrakt hernimmt (teuer).
Dinge die ich probieren will: Cider mit Honig oder Ahornsirup vergären, bzw. gehopfter Cider. Cider mit Zimt und Nelken, der warm zu Weihnachten getrunken wird mit nen Schuss Honig drin.
In the world I see you are stalking elk through the damp canyon forests around the ruins of Rockefeller Center.
- Tyler Durden, Fight Club
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