Wenn's dir mit deiner Würstchenbude irgendwo nicht passt, ziehst du halt um. Wir sind an Grund und Boden gebunden, klar auch den kann man verkaufen, aber so blöd bist du auch nicht, gell... Landwirt zu werden ist nun auch so'n Ding. Die angestellten Landwirte haben zumindest das Stundenlohnproblem nicht. Die Betriebsleiter haben ihren Betrieb in der Regel geerbt. Ich würde dir ja sagen, mach's doch mal, dann weisst du wie's ist...
Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
- Rohana
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ja, das mit den Boden- und Hofpreisen ist ein echtes Problem, trotz bäuerlichem Bodenrecht das das Gröbste verhindern will.
In einer Zeitschrift wo früher dauernd Höfe und Sacherl zu verkaufen ausgeschrieben waren hats nur noch Suchanzeigen oder mittelprächtige Objekte zu absurd hohen Preisen.
Einheiraten ist eine zweifelhafte Sache. Wie hiess es bei uns früher so treffend: Wer die Laterne will, muss den Docht auch nehmen. Scheidung ist eine zuverlässige Methode, um auch grössere Vermögen klein zu kriegen. Und wenn da Geschwister sind, gibt das finanzielle Lasten, weil man die auszahlen muss, ausser man hat wirklich viel Glück - dann im doppelten Sinn. Wenn die neidig sind, ist ganz der Teufel drin.
Ansonsten zur Betriebsführung: Ich würde versuchen zu machen, was ich sinnvoll finde und dabei alles an Förderung und Subventionen mitnehmen was geht. Aber nicht Dinge tun, die sinnlos sind, bloss weils Subventionen gibt. Ich lass mich doch nicht zum Affen machen, bloss weil die neuerdings viereckige statt runde Jauchegruben wollen. Wenn der Betrieb nur dank Selbstausbeutung und Subventionsjagd gerade so über die Runden kommt, mal grundsätzlich darüber nachdenken, was man mit seinem Restleben machen will.
Für viele Sachen die ich so mache, krieg ich übrigens nichts, weil ich nicht Erwerbslandwirt bin. Auch darf ich Dinge nicht, die ein Erwerbslandwirt dürfte. Beispiel Zufahrt zu einer Blumenwiese, wo inzwischen einige Arten der Roten Liste vorkommen, damit ich mit dem Mäher hin und das Schnittgut wegführen kann. Da hätte es etwas Erdbewegung gebraucht. Bescheid: Nicht bewilligbar, weil nicht Erwerbslandwirt und deshalb kein Bedarf. Ich mähe die Wiese trotzdem.
Die Sache hat einen Schildbürgergeschmack, den sie wohl weniger hätte, wenn ich davon leben müsste.
Deinem Problem kannst du ja auskommen, gibt genug flache Gebiete wo nie Schnee liegt.
In einer Zeitschrift wo früher dauernd Höfe und Sacherl zu verkaufen ausgeschrieben waren hats nur noch Suchanzeigen oder mittelprächtige Objekte zu absurd hohen Preisen.
Einheiraten ist eine zweifelhafte Sache. Wie hiess es bei uns früher so treffend: Wer die Laterne will, muss den Docht auch nehmen. Scheidung ist eine zuverlässige Methode, um auch grössere Vermögen klein zu kriegen. Und wenn da Geschwister sind, gibt das finanzielle Lasten, weil man die auszahlen muss, ausser man hat wirklich viel Glück - dann im doppelten Sinn. Wenn die neidig sind, ist ganz der Teufel drin.
Ansonsten zur Betriebsführung: Ich würde versuchen zu machen, was ich sinnvoll finde und dabei alles an Förderung und Subventionen mitnehmen was geht. Aber nicht Dinge tun, die sinnlos sind, bloss weils Subventionen gibt. Ich lass mich doch nicht zum Affen machen, bloss weil die neuerdings viereckige statt runde Jauchegruben wollen. Wenn der Betrieb nur dank Selbstausbeutung und Subventionsjagd gerade so über die Runden kommt, mal grundsätzlich darüber nachdenken, was man mit seinem Restleben machen will.
Für viele Sachen die ich so mache, krieg ich übrigens nichts, weil ich nicht Erwerbslandwirt bin. Auch darf ich Dinge nicht, die ein Erwerbslandwirt dürfte. Beispiel Zufahrt zu einer Blumenwiese, wo inzwischen einige Arten der Roten Liste vorkommen, damit ich mit dem Mäher hin und das Schnittgut wegführen kann. Da hätte es etwas Erdbewegung gebraucht. Bescheid: Nicht bewilligbar, weil nicht Erwerbslandwirt und deshalb kein Bedarf. Ich mähe die Wiese trotzdem.
Die Sache hat einen Schildbürgergeschmack, den sie wohl weniger hätte, wenn ich davon leben müsste.
Man zahlt für eine funktionierende Gesellschaft und weil andere für Dinge mitzahlen, die man selber schätzt. Deshalb machen sie mit meinem Steuergeld auch Spitzensportförderung und mit dem Steuergeld des Spitzensportlers auch Blumenwiesenpflege.Bernd Belgien hat geschrieben: ↑Di 5. Mär 2024, 00:52Dünnes Eis.
Ich mag keine Berge, Almwiesen sind mir egal, Wintersport auch, warum zahlen?
Deinem Problem kannst du ja auskommen, gibt genug flache Gebiete wo nie Schnee liegt.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Glaub mir, den haben aktuell viele Sachen. Eine vernünftigere und verlässlichere Politik würde uns schon vieles erleichtern.
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- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Verlässlich sind sie doch, denn seit es mich gibt heisst es immer, dass aus Bonn/Berlin Brüssel nix schlaues kommt
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Man weiss halt nie auf welche Schnapsidee sie als nächstes kommen! 
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Vor gut 2 Jahren sagte ich zu meiner
, egal wer dran kommt, es kann nur besser werden.
Heute sage ich " nach 16 Jahren Stillstand wurde der Rückwärtsgang eingelegt ".
Zu den Subventionen , die gibt's jetzt auch nicht so pauschal nach Grundbuchauszug. Du musst schon anbauen oder auch nicht wie " von oben " vorgegebenen . Kontrolliert wird der Spass über Satellit, g-earth wars glaube ich und wenn der Sachbearbeiter durch Bäume oder ähnliches kein scharfes Bild hat meldet er sich und du darfst auf deinen Acker fahren und Bilder schießen. Hört sich jetzt ein wenig an wie 1984 ist aber so.
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Heute sage ich " nach 16 Jahren Stillstand wurde der Rückwärtsgang eingelegt ".
Zu den Subventionen , die gibt's jetzt auch nicht so pauschal nach Grundbuchauszug. Du musst schon anbauen oder auch nicht wie " von oben " vorgegebenen . Kontrolliert wird der Spass über Satellit, g-earth wars glaube ich und wenn der Sachbearbeiter durch Bäume oder ähnliches kein scharfes Bild hat meldet er sich und du darfst auf deinen Acker fahren und Bilder schießen. Hört sich jetzt ein wenig an wie 1984 ist aber so.
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Kein Gott, kein Staat, kein Vaterland !
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Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Es ist leider korrekt und schlimmer.
"Richtige Kühe" müssen auch brav in den Stall, Neozoen Highlander "pflegen" derweil die Landschaft...
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- emil17
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Was ist daran falsch oder unanständig? Wenn ich gegen Geld für jemanden etwas mache, schaut der doch auch ob ich es gemacht habe, bevor er mich bezahlt. Auf der Baustelle macht das der Bauführer.Amigo hat geschrieben: ↑Di 5. Mär 2024, 21:11Zu den Subventionen , die gibt's jetzt auch nicht so pauschal nach Grundbuchauszug. Du musst schon anbauen oder auch nicht wie " von oben " vorgegeben. Kontrolliert wird der Spass über Satellit, g-earth wars glaube ich und wenn der Sachbearbeiter durch Bäume oder ähnliches kein scharfes Bild hat meldet er sich und du darfst auf deinen Acker fahren und Bilder schießen. Hört sich jetzt ein wenig an wie 1984 ist aber so.
Das funktioniert übrigens mit Kindern genauso: "Ist dein Zimmer aufgeräumt?" funktioniert sehr viel besser, wenn Klein-Timo weiss dass der Pappa nachschauen geht.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Bernd Belgien
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Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Ganz einfach weil es eben keine Vertragsfreiheit gibt.
Der Bauer wird ja nicht gefragt und verhandeln kann er auch nicht, er wird seiner Freiheiten beschnitten und bekommt als Trost Subventionen.
Ich bin auch nicht der Meinung dass die Allgemeinheit da groß zu bestimmen hat - wünschen oder über den Konsum darf man.
Unser Forum gäbe es auch nicht wenn die alten Regeln für "gepflegte Gärten" noch streng durchgesetzt würden- weil "die Allgemeinheit" englischen Rasen so schön findet.
Der Bauer wird ja nicht gefragt und verhandeln kann er auch nicht, er wird seiner Freiheiten beschnitten und bekommt als Trost Subventionen.
Ich bin auch nicht der Meinung dass die Allgemeinheit da groß zu bestimmen hat - wünschen oder über den Konsum darf man.
Unser Forum gäbe es auch nicht wenn die alten Regeln für "gepflegte Gärten" noch streng durchgesetzt würden- weil "die Allgemeinheit" englischen Rasen so schön findet.
Re: Meldungen aus Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion
Grundsätzlich gebe ich dir recht das es enge und wechselnde Vorgaben und Förderungen gibt. Kenn ich aus der Sanierung. Oft ist eine Förderung zu bekommen wenig profitabel für „Kleine“ wenn man zusätzlichen Aufwand und Kosten mit einrechnet. Wieder ein Grund diese Vergabe nicht zu verteidigen sondern die Praxistauglichkeit zu überdenken. Investiert man ein Vermögen in Maschinen besteht sofort eine enorme Abhängigkeit. siemge
