Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon emil17 » So 13. Feb 2011, 19:19

Sie meint Eau de Javelle.
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Re: Grauschleier

Beitragvon Saurier61 » Mi 16. Feb 2011, 12:19

Hallöle Sonnenblümli,

Sonnenblumeli hat geschrieben:Hast Du vielleicht noch einen anderen Tipp????


aber klar doch... Sauerstoffbleiche... z.B. Proweiß von Spinnrad.... teuer
oder... wenn du einen Rasen hast darauf bleichen, ist aber ziemlich aufwendig... Du brauchst Sonnenschein und wenig Wind musst die Teile immer wieder mit Wasser besprengen, umdrehen...
..... einfacher... du bestellst Dan Klorix bei rossmann.de
im Moment im Angebot...

Oder wenn du Nähe Nederlande wohnst... im Aldi dort gibt es Twido... ne gelbe Flasche mit rotem Deckel, davon braucht man aber nur 1/4 Tasse und kostet 1l unter 0,50€ ist mein Universalreiniger zum Waschen weisser Wäsche, Wischen, Putzen, Desinfizieren von Putz und Spüllappen /Schwämme, Wc-Reiniger, Flecken entfernen. Entfernt auch Fett z.B auf dem Herd und macht Fensterrahmen wieder weiß... sollte aber nicht auf die Scheibe kommen. Weisse Gartenmöbel kann man damit auch putzen... auftragen, ein paar Minuten warten und dann einfach abspülen.

Hätte ich fast vergessen.... wenn man mit Chlorreiniger arbeitet... bei farbiger Kleidung aufpassen... Spritzer verursachen rosa oder weisse Flecken.
Weisse verfärbte Wäsche oder weisse Wäsche mit Flecken kann man 1 Nacht in einem 10l Eimer mit 1/2 Tasse Chlorreiniger (Twido 1/4 Tasse) einweichen und dann in die Waschmaschine geben.

Wenn man mit Chlorreiniger putzt sollte man immer gut lüften und nicht zu viel auf einmal putzen. Handschuhe sind auch angebracht.

Lieben Gruß von
Helga
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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon krabbe » Mi 16. Feb 2011, 19:59

Das Chlorreiniger billig ist und hilft steht glaube ich ausser Frage. Das das ein umweltfreundlicher Reiniger ist, kann ich nicht nachvollziehen. Auf der Herstellerseite wird das ganze etwas verharmlost. Andere informationen zum Beispiel hier: http://www.wasser-wissen.de/abwasserlexikon/n/natriumhypochlorit.htm

Richtig ist, dass Natriumhypochlorid sich in chloridionen, Wasser und Sauerstoff zersetzt, die alle nur wenig umweltbelastend sind. Aber damit ist es halt nicht getan.
Zum einen wirkt es Gewässeraufsalzend, was man wohl nicht als umweltfreundlich bezeichnen kann.
Durch Nebenreaktionen kommt es zu toxischen Chlorverbindungen wie Natriumchlorat, was einer der Wirkbestandteile von Unkrautvernichtungsmitteln ist.
Natriumhypochlorit kann sich mit organischen Materialien wie zum Beispiel Fett verbinden. Es entstehen organische Halogenverbindungen und die sind nur sehr schwer abbaubar.
Es ist ausderdem ein Oxidationsmittel, das in Verbindung mit organischen Materialen auch zu Explosionen führen kann. Ach ja, Natriumhypochlorid ist als wasserschädigend und fischgiftig eingestuft. Wer mag kann sich ja mal das Sicherheitsdatenblatt angucken
http://www.hedinger.de/uploads/media/Natriumhypochlorit_12_14_v011_01.pdf

Oder hier eine gut verständliche Erklärungen zur Wirkweise von Bleichmitteln, nicht nur zu Natriumhypochlorit nachlesen: http://www.chemie.de/lexikon/Natriumhypochlorit.html Auf der gesammten Seite werden die (chemischen) Wirkungen von Waschmittelbestandteilen erklärt.

Wer es trotzdem verwenden möchte sollte nicht nur gut lüften und Handschuhe tragen (stark ätzend auf Haut und Atemwege) Auch eine gleichzeitge Anwendung mit Säuren wie sie zum Beispiel in WC Reinigern enthalten sind sollte man tunlichst vermeiden. Es wird hochgiftiges Chlorgas feigesetzt...

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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon emil17 » Fr 18. Feb 2011, 12:44

Das mit dem Gewässeraufsalzen dürfte noch vergleichsweise harmlos sein - sonst bitte auch kein Nudelwasser wegschütten.

Diese oxidierenden Reiniger lassen auch die Sachen schneller altern. Eau de Javelle, wie das Zeug hier heisst, ist ein praktisches Nothilfsmittel, im Putzalltag hat es nichts verloren.
Wir haben es selten gebraucht, z.B. wenn mal eine volle Stoffwindel im Sommer ein paar Tage liegengeblieben ist.
Wer regelmässig ungebleichtes Klopapier benutzt, sollte konsequenterweise sowieso darauf verzichten.
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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon krabbe » Sa 19. Feb 2011, 11:19

Hallo emil,
[url]Das mit dem Gewässeraufsalzen dürfte noch vergleichsweise harmlos sein - sonst bitte auch kein Nudelwasser wegschütten.
[/url]
Bist du sicher, dass es sich beim versalzen durch Chlorbleiche um das gleiche Salz handelt was in deinem Kochtopf landet?
:hmm: laut Wickie ist die Bezeichnung Salz in der Chemie sehr allgemein gehalten und bezeichnet chemische Verbindungen aus Ionen in Kristallgittern.
Ich weiss nicht welches Salz entsteht, vielleicht chlorsaure Salze? Die währen dann jedenfalls genauso giftig wie zum Beispiel Chromsalze.

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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon Saurier61 » Sa 19. Feb 2011, 12:49

Hallöle,

Natriumhypochlorit zerfällt schon während der Anwendung zu Wasser, Sauerstoff und etwas Kochsalz.
http://www.danklorix.de/umwelt.html

Lieben Gruß von
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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon krabbe » Sa 19. Feb 2011, 17:20

Hallo Helga,
das ist was der Hersteller von Danklorix schreibt. Auch wenn das Produkt sehr effizient ist und es sichlich Gründe gibt es anzuwenden, für umweltschonend halte ich es nicht. Und genau darum geht es mir. Ich habe den Eindruck, dass da einem Produkt ein grünes "bio"Mäntelchen übergezogen wird. Ein Wolf im Schafspelz sozusagen. Aber vielleicht irre ich mich ja.
Der Hauptbestandteil von Danklorix ist Natriumhypochlorit, der laut Hersteller zu Wasser, Sauerstoff und etwas Kochsalz zerfäll. Wie kommt es jetzt, dass das Prokult Natriumhypochlorit mit 2 Gefahrenzeichen versehen wird. Der 1. ätzend (das ist das Bild mit den 2 Reagenzgläsern. Und 2. mit dem Zeichen umweltgefärdend (das ist das Bild mit dem Baum und dem Fisch). Natrumhypochlorit ist in der Stufe 2 der Wasserfefährungsklasse = wassergefährdend. Wie kommt es, dass Natriumhypochlorit im Abwasser u.a. zur Bildung von schwer abbaubaren AOX-Verbindungen führt? Das habe ich ja alles nicht erfunden. Wenn das Ausgansmaterial diese Eigenschaften hat - wo sind diese denn hin beim Endprodukt?
Schau doch mal auf deine Flasche wegen den Gefahrenkennzeichen. Befinden sich dort die beiden weiter oben beschreibenen Zeichen? Das würde ja schon mal einen Hinweis geben.

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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon krabbe » Sa 19. Feb 2011, 17:53

Hab mich mit einem link vertan.
Hier eine gute Erklärung zum Thema Waschmittelkomponenten. Von einem Chemiker für Schüler geschrieben
Das ist die Startseite: http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-haush/
Und hier geht es um einen Vergleich von Bleichmitteln, unter anderem Natriumhypochlorit
http://www.chemieunterricht.de/dc2/wsu-haush/kap_044.htm
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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon roland » Sa 19. Feb 2011, 22:17

krabbe hat geschrieben:Wie kommt es jetzt, dass das Prokult Natriumhypochlorit mit 2 Gefahrenzeichen versehen wird.

Naja, das is nu wirklich kein gutes Argument. Wenn es eine chemische Reaktion gibt, dann ändern sich die Eigenschaften schon deutlich.
Chlor: als Gas hoch giftig, stark ätzend
Natrium: extrem reaktionsfreudig. Mit Wasser entsteht Wasserstoff, der sich entzündet.
Beides zusammen als Salz ist dann relativ harmlos. Relativ - denn Salz is auch nich ohne!
Oder schau Dir an, was Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff zusammen ergeben: Manche Kombinationen draus (auch Kohlenwasserstoffe genannt) zerfressen Dir die Haut, andere dienen als Hautcreme :aeh: . ...

Also, ich bin auch der Meinung, das die Chlorreiniger nicht so ohne sind. Schon der Geruch scheucht mich (ein punkt, der mir in Spanien nicht gefallen hat). Aber die Warnhinweise sind kein Ausagefähiges Argument, finde ich.

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Re: Geschirrabwaschen mit Aschenlauge

Beitragvon krabbe » Sa 19. Feb 2011, 23:31

Hallo Roland,
deine Argumentation kann ich nachvollziehen. Meine Kentnisse in Chemie leider nur rudimentär.
Ich denke trotzcem, dass der Sachverhalt beim Warnhinweis wassergefärdent etwas anders aussieht. Da wird nach meinem Informationsstand geschaut was nach allen normal ablaufenden Reaktionen verbleibt. Im Falle von Natriumhypochlorit bleiben die schwer abbaubaren und sich somit anreichenden AOX-Verbindungen. Die sind glaube ich, so nebenbei gesagt, auch krebserregend.
Ich will wirklich nicht behaupten, dass Natriumhypochlorit das schlimmste umweltgift ist. Was mich nervt sind die immer häufiger auftauchenden "Bio-Deckmäntelchen" Viele Menschen haben zum Glück kappiert, dass wir auf die Natur mehr achtgeben müssen und lassen diese Erkenntniss auch in ihre Kaufentscheidungen einfliessen. Und die Firmen reagieren natürlich darauf. Nur leider nicht immer mit der Entwicklung von umweltfreundlicheren Prokukten. Manches wird einfach schöngeredet. In diesem Fall in dem man verschweigt, das es weitere chemische Reaktionen geben kann, die nun gar nicht umweltfreundlich sind. Mal davon ganz abgesehen, dass durch Natriumhypochlorit bei den Klärwerken, die mit biologischen Verfahren arbeiten grosse Probleme gibt. Die Kleinstlebewesen, die hier arbeiten sollen werden durch scheinbar noch vorhandenes Natriumhypochlorit oder durch ihre chemischen Nebenprodukte stark dezimiert. Mit der Folge, dass die Anlage ihre Arbeit nicht mehr korrekt durchführen kann. Die Problematik ist einfach sehr vielschichtig.

Hm, Waschsoda ist zwar nicht ganz so effektiv, aber auch billig und hat diese Probleme scheinbar nicht. Mal so als Alternatifvorschlag...

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